erstellt am: 31.10.2012 um 14:22

Marc Marquez - die Intriganten mit neuen Verschwörungstheorien

Somit ist ein weiteres Kapitel in Richtung "Marc Marquez ist zur Jagd freigeben" eröffnet. Die Drahtzieher sind meistens die gleichen, die anscheinend mit der Tatsache nicht klar kommen, dass MM einfach der bessere Fahrer ist.

Nachdem sich der Ausnahmekönner Marc Marquez den WM Titel gesichert hat, reitet die deutschsprachige  Allianz Harald Eckl (Manager von Pol Espargaro), Jochen Kiefer und nicht zuletzt wieder einmal Tom Lüthi, einen Angriff auf Marc Marquez. Das ganze wird vom Speedweek Boss himself, Günther Wiesinger, in giftiger Manier zu Papier gebracht, möglicherweise in der Hoffnung, dass ein Teil der Leser technisch noch nicht so weit sein könnte zu verstehen, worum es dabei geht.

Die Anschuldigungen sind damit begründet, dass die besagten Herren glauben, dass sich die Truppe von Marquez durch den unerlaubten Eingriff in die Einheits ECU eine Vorteil verschafft haben soll, der sich dadurch zeigen sollte, dass seine Suter Moto2 in der Beschleunigung, vor allem im dritten, vierten und fünften Gang eine erheblich bessere Beschleunigung abliefert. Begründet wird es damit, dass es einen unerlaubten Zugriff auf die ECU geben soll, bei dem ein eigenes Mapping aufgespielt wird. Richtig lustig wird es erst an der Stelle, wo die möglichen manipulierten Varianten zum Besten gegeben werden. Während sich Eckl, Kiefer und Lüthi bei diesem Thema zurückhalten, geht die Speedweek, besser gesagt Herr Wiesinger, in Vorlage und versucht zu erklären mit welchem Trick da wohl gearbeitet werden könnte. Der geäußerte Verdacht bezieht sich auf das Kennfeld der Einheits-ECU. Es geht laut einem von der Speedweek nicht genannten Techniker darum, dass auf das Steuergerät zugegriffen wird und die Truppe ihr eigenes Mapping aufspielt, das sich beim Ausschalten der Zündung wieder von selbst löscht.

Ein eigenartiger Zufall, dass ausgerechnet die "Anti Marquez Allianz" aus lauter Deutschsprachigen besteht, deren unterschwellige Angriffe zusätzlich noch von der Speedweek (deutsche Motorsportzeitschrift) nach außen getragen werden.

Die Grundtechnik besagt, dass bei jedem Schaltvorgang mit dem vorhandenen Schaltautomaten für Sekundenbruchteile die Zündung unterbrochen wird, dadurch die Benzinzufuhr kurzeitig unterbrochen und sich dadurch der Lambdawert verändert. Soweit zur normalen Logik und einem Vorgang, der sich bei jedem Schaltvorgang mit einem Schaltautomaten ergibt. Lustig wird es erst jetzt, indem der "Techniker" oder eben derjenige, der sich selbst als solcher versteht, argumentiert, dass mit dem neuen Mapping der Rechner den Schaltvorgang nicht mehr erkennt und damit die Einspritzung weiter läuft und weiterhin das Luft/Benzingemisch einspritzt.

Erstens ist ein Schaltvorgang mit Schaltautomaten nur möglich, wenn die Zündung für kurze Zeit unterbrochen wird, sonst nicht. Sollte der Rechner den Schaltvorgang aufgrund einer Manipulation nicht erkennen, heißt das nicht anderes als dass keine Zündunterbrechung stattfindet, somit der Schaltvorgang nicht durchgeführt werden kann, Punkt. Sollte damit gemeint sein , dass obwohl z.B. eine Zündunterbrechung erfolgt, weiterhin Benzin/ Luftgemisch eingespritzt werden würde, hätte das mit Sicherheit nichts mit gestiegener Motorleistung zu tun. Die Steuergeräte die von HRC geliefert werden, haben auch Nakamoto auf den Plan gerufen, dieser hält eine Manipulation für technisch ausgeschlossen. Er meinte sogar, wem diese Zauberei gelingen würde, dem würde er sofort einen Vertrag anbieten. Ein Teil der Verschwörungstheoretiker glaubt anscheinend, dass bei einem Feststellen unterschiedlicher Lambdawerte, der Beweis für eine Manipulation erbracht sei. Auch ein lustiger Gedankenansatz, weil ein unterschiedlicher Lambdawert bei jedem Motor herrscht, weil eben kein Motor wirklich gleich ist und somit unterschiedliche Lambdawerte etwas ganz Normales und Logisches sind.

Entweder hat der Informant, der von Wiesinger als Techniker bezeichnet wird, einfach keine Ahnung oder aber es wurde möglicherweise gezielt eine Schmutzkübelkampagne gestartet, mit dem Hintergrund einen der besten Nachwuchsfahrer der letzten 10 Jahre zu verunglimpfen. Die Motivation dahinter könnte einmal mehr Neid auf die Erfolge des Teams mit Marc Marquez als Fahrer sein. Ein eigenartiger Zufall, dass ausgerechnet die "Anti Marquez Allianz" aus lauter Deutschsprachigen besteht, deren unterschwellige Angriffe zusätzlich noch von der Speedweek (deutsche Motorsportzeitschrift) nach außen getragen werden.

Die Steuergeräte die von HRC geliefert werden, haben auch Nakamoto auf den Plan gerufen, dieser hält eine Manipulation für technisch ausgeschlossen.

Der Dorna und der FIM Unkenntnis oder Schlampigkeit vorzuwerfen wäre auch fehl am Platz. Alle Moto2 Motorräder verfügen über ein 2D Datarecording, mit dem alle wichtigen Parameter gespeichert werden, die eine mögliche Manipulation der ECU recht rasch ans Tageslicht spülen würden. Die Tests der vorhanden Datensätze von MM haben bis jetzt nichts ergeben, dabei wurden aber die Lambdawerte nicht berücksichtigt, diese wurden wohl deshalb außen vorbei gelassen, weil sie keinen relevanten Stellenwert bezüglich des genannten Themas haben.

Somit ist ein weiteres Kapitel in Richtung "Marc Marquez ist zur Jagd freigeben" eröffnet. Die Drahtzieher sind meistens die gleichen, die anscheinend mit der Tatsache nicht klar kommen, dass MM einfach der bessere Fahrer ist. Dass sich ein Speedüberschuss auf der Geraden auch anders ergeben könnte, wird von der hetzenden Meute einfach nicht angedacht. Dabei wäre nichts leichter, als aufgrund der Datarecording Aufzeichnungen alle Daten der Fahrer zu vergleichen. Somit wäre ganz schnell geklärt, welcher Fahrer mit welcher Geschwindigkeit in die Kurve geht, wann er das Gas wieder öffnet und vor allem wie stark. Anstatt diese Dinge im Vorfeld abzuklären, wird wieder einmal in Politikermanier ein Angriff gestartet, der nur ein schlechtes Licht auf die Profi Racerszene wirft und allen schadet. Vermutungen, die zu 99% nicht einmal technischem Grundwissen standhalten und somit in den Bereich Stammtischgespräche zu verbuchen sind.

Nachhilfekurse für Herrn Wiesinger gibt es bei jedem echten Tuner, der sich schon einmal in der internationalen Rennszene bewegte. Da kann man ja negativ gespannt sein, was sich nächste Saison, wenn Marquez in der MotoGP mit der Werksmaschine von Honda am Start steht, alles an Intrigen abspielen wird. Spätestens wenn MM sich anschickt einen gewissen Herrn Bradl hinter sich zu lassen wird das hinterlistige Geheule der hetzenden Intriganten wieder los gehen. Zum wiederholten Male werden hoffentlich alle Leser und Zuseher sensibel genug sein, einem Intrigenstadel wie jetzt, vor allem in technischen Belangen, mit entsprechend kritischer Sichtweise zu begegnen, nachdem man dann ja bereits weiß aus welcher Ecke solche Geschichten kommen.

 

El Ninjo, 12-11-12 13:26:
Es ist in der Tat unnötig Speedweek zu lesen, im Gegenteil, man muss dringend empfehlen sich seine Zeit mit egal was zu vertreiben. Es ist auf jeden Fall besser als als Speedweek zu lesen.... Die Berichte und Kommentare von Herrn Wiesinger sind gespickt mit lächerlicher Meinungmache. Ich war gestern in Valencia beim Moto GP Rennen. Fragt doch mal Herr Wiesinger was MM im Nassen beschissen hat als er von zuhinterst gewonnen hat mit 13 Sekunden Vorsprung auf Lüthi.... und das übelste zulezt: Die WMM (Wiesinger & Mielke Mafia) mit Ihrer KALEX Werbung geht mir so was von auf den Sack... wo waren denn die Kalex im Nassen, wo es so zusagen nur um Fahrer und Chassis geht ? Ich habe sechs Suter gesehen auf den ersten sechs Plätzen....

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