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erstellt am: 19.11.2015 um 21:56

LORENZO - Weltmeister der Peinlichkeiten

Der aktuelle MotoGP Weltmeister Jorge Lorenzo, dessen WM-Titel den Beigeschmack eines schlechten Schummlers hat, tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Wenn Lorenzo auf der Piste bloß ein Weltmeister von Marquez's Gnaden ist, so bleibt ihm immer noch der Titel - "Weltmeister der Peinlichkeiten."

Die Liste seiner peinlichen Aktionen scheint schier endlos zu sein. Er liefert derartig viele unnötige Aktionen in extrem kurzer Reihenfolge ab, dass die Aufzählung wirklich schwer fällt. Den letzten aktuellen Lachflash bescherte Lorenzo der MotoGP Welt, indem er es schaffte bei den Feierlichkeiten zu seinem geschenkten WM-Sieg, sich Verbrennungen von seiner M1 einzufangen. (siehe Video)

Dazu Lorenzo: "Ich bin wirklich traurig, dass ich nicht beim Race of Champions teilnehmen kann, da ich mir bei den Feierlichkeiten in Mallorca mein Bein am Motorrad verbrannte. Die Ärzte haben mir eine Teilnahme untersagt."

Das Video spricht für sich, da braucht es keine gesonderte Erklärung, keiner außer einem Lorenzo würde eine derartig lächerliche Aktion hinbekommen. All die vielen Jahrzehnte im Motorradrennsport gab es mit Sicherheit nie einen Weltmeister, dem in ununterbrochener Reihenfolge ein Missgeschick nach dem anderen passierte.

Begonnen hat Lorenzo seinen persönlichen Wettlauf der Peinlichkeiten schon sehr früh, als er versuchte Rossis Gags auf der Rennstrecke zu kopieren. Eine Kopie ist eben nicht das Original und hat schon deshalb die Anlage als peinliche Nummer zu enden, dazu gab es wie immer die typische schwache schauspielerische Leistung von Lorenzo. Der billige Versuch aus einem farblosen Rennfahrer eine eigene Marke zu machen, endete immer öfter und immer sichtbarer als Rohrkrepierer. Seine PR-Attacken mit dem Schlangenimage waren genauso peinlich, wie der aktuelle Angriff auf die Lachmuskeln der GP-Fans indem er den Shark raushängen lässt. Wer als GP-Rennfahrer so unglücklich agiert, braucht sich nicht wundern, wenn er dafür Spott erntet.

Ein Lorenzo, der immer wieder für misslungene Aktionen gut ist, schaffte es sogar sich durch seine Ungeschicklichkeiten zu verletzen. Wir erinnern uns vor einigen Jahren an den unglücklichen Startversuch am Ende einer Trainingssession, als er vergessen hatte, dass er nach dem Startversuch erst zurückschalten muss, damit sich die TC wieder aktiviert. Danach drehte er am Gasgriff, wie er es sonst auch machte, nur diesmal ohne die Unterstützung der TC, er nahm blitzartig eine Flugbahn ein, die einem startenden Kampfjet glich. Oder seine Nummer, die er nach einem Rennsieg geritten hatte, indem er natürlich PR-hungrig in den Teich sprang, mit Leder und Helm. Danach merkte er ganz schnell, dass schwimmen in voller Montur keine so gute Idee war, weil er es aus eigener Kraft kaum mehr an den Rand schaffte.

Seine Interviews sind kaum besser, als seine sichtbaren Image Unfälle. Auch wenn alle Welt klar erkennen kann, dass er einen Sieg mit Rückendeckung des schnellsten Fahrers im Feld geschenkt bekam, entblödete er sich nicht vom schwersten Rennen seiner Karriere zu sprechen. Versucht er damit bloß die Fans für blöd zu verkaufen oder ist er mittlerweile so weit abseits der Realität, dass er den Unfug selbst glaubt?

Das erste, das man einem Lorenzo empfehlen könnte, wäre seine PR-Berater sofort zu wechseln. Aufgrund der Lachnummern, die er in regelmäßigen Abständen abliefert, muss allen Ernstes angezweifelt werden ob er überhaupt einen PR Berater hat, so billig und ungewollt peinlich bis lustig könnte es kein PR-Berater anlegen, außer dieser wäre sein persönlicher Feind und möchte ihm schaden.

Die PR-Sprüche sind entweder lausig oder aber ungewollt komisch. Als die WM durch die Rückversetzung von Rossi auf den letzten Startplatz faktisch entschieden war, kam vor dem WM-Finale der unkluge Werbeslogan - " I can and I will." Ein anderes Mal gab es den nicht durchdachten Text über ihn als Regenfahrer - "Life is not waiting for the storm to pass... learn to dance under the rain." Ein Brüller sondergleichen, diese Regenweisheit kam von seiner PR-Truppe als er unmittelbar vorher beim Regenrennen fahrerisch im "Regen" stand und sich nicht gerade mit Ruhm bekleckerte. Als Abrundung gab es offizielles Bildmaterial über die WM-Feier in der Box mit Crew, fast gleichzeitig tauchte Bildmaterial auf, das eine leere Box zeigt und künstlich gestellte Aufnahmen eines einsamen Lorenzos. Wäre er nicht der, der er eben ist, könnte er einem fast leidtun.

Diese Art von unglücklicher, ja schon fast dümmlichen PR-Ausrutschern gibt es von Lorenzo zuhauf, quer über seine MotoGP Karriere verstreut. Was ihn dazu treibt sich einer solchen Lächerlichkeit auszusetzen, bleibt der MotoGP Welt weiter verborgen. Es darf geraten werden, ob es bloß an seinem gekränkten Ego liegt, weil er nicht akzeptieren kann, dass ein mehrfacher GP-Weltmeister nicht zwangsläufig zum großen Star aufsteigt, oder aber, dass er geistig offensichtlich nicht in der Lage ist komplexe werbetechnische Zusammenhänge zu erkennen. Es wird seinen Grund haben, dass ein Fahrer wie er nicht wirklich viele Fans hat. Sein Selbstverständnis, seine missglückten PR-Angriffe, seine unsportliche Haltung gegenüber seinem unmittelbaren Kollegen bringen ihm immer wieder Pfiffe des Publikums ein, sogar auf heimischem Boden schlägt ihm in regelmäßigen Abständen eine Welle der Ablehnung entgegen. Wir dürfen uns jetzt schon freuen, da ein Jorge Lorenzo, je mehr Ablehnung er von den Fans kassiert, im Gegenzug versucht, dies mit PR wieder gut zu machen. In seinem Fall heißt das, die nächsten Schenkelklopfer und missglückten Werbeangriffe, um sein Image "aufzubessern", werden in nächster Zeit massiv zunehmen.

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