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erstellt am: 07.04.2016 um 22:24

Rossi: "Ich fordere Ducati auf, ihre Probleme zu beheben, zum Wohle des Sports."

Nach dem Flag to Flag Rennen in Argentinien fordert Valentino Rossi Ducati auf, ihre Probleme mit dem Hinterreifen zu beheben, zum Wohle des Sports. Rossi ist nicht der erste Fahrer, der Ducati offen vorwirft, dass sie das Problem mit dem Michelin Hinterreifen hervorrufen. Pol Espargaro kritisierte Ducati bereits einige Tage zuvor wegen genau der gleichen Sache. Beide behaupten, dass das Hinterreifenproblem nur für die Ducati GP16 existiert und für keinen anderen Hersteller im Starterfeld. Valentino Rossi weiter: "Letzte Woche in Argentinien waren wir bereit 25 Runden zu fahren, unsere Daten belegen, wir hatten keine Probleme."

Pol Esparagaro ging bei seiner Kritik noch einen Schritt weiter und sprach von "verzerrtem Wettbewerb". "Wenn Ducati nicht in der Lage ist das Problem zu lösen, müssen sie eben die Leistung reduzieren", meinte zumindest Pol Espargaro. Davon werden die Ducati Verantwortlichen natürlich nichts hören wollen. Eigenartig ist es trotzdem, dass alle Hinterreifenprobleme ausnahmslos nur bei Ducati aufgetreten sind. Rossi hat dazu eine ähnliche Meinung und führt die sich auflösenden Michelin Hinterreifen der GP16 auf die Kombination von schwereren Fahrern und vor allem auf das Motorrad selbst zurück.

Rossi: "Ich hoffe Ducati kann das Problem beheben, sonst müssen alle anderen Hersteller mit den harten Reifen fahren, dies ist nicht gut für die Show und auch nicht für die Performance. Sie müssen ihre Probleme beheben."

So offen hat sich Rossi selten zuvor über einen anderen Hersteller geäußert. Dass sich alle bei der Geschichte irren ist unwahrscheinlich. Auch wenn der Vorstoß von Rossi und Espargaro ungewöhnlich ist, so bleibt die Kritik aber verständlich. Wenn sonst niemand aus dem Starterfeld ernsthafte Probleme mit dem Hinterreifen zu haben scheint, ist es logisch, dass der Fehler an der GP16 liegt. Dabei kommt auch Michelin ins Spiel, die sich bis dato nicht negativ über Ducati geäußert haben. Das alte Spiel, das wir schon aus früheren Zeiten von Michelin kennen, scheint aufs Neue zu beginnen. Damals waren auch alle gleich und manche eben gleicher. Michelin ist dafür bekannt die Fahne nach dem Wind zu hängen. Anstatt Ducati dazu zu drängen sich an den Reifen anzupassen, werden die restlichen Hersteller genötigt einen harten Reifen zu verwenden oder ein unnötiges Flag to Flag Rennen zu akzeptieren, nur weil Ducati nicht bereit ist den Fehler bei ihrem Motorrad zu suchen. Dafür gibt es offensichtlich auch noch Rückendeckung von Michelin. Kommt euch das nicht irgendwie bekannt vor?

Könnt ihr euch noch an die Zeit erinnern, als Michelin sich unparteiisch an die Seite der Fahrer gestellt hat und mit ihrer Vorgehensweise für Chancengleichheit gesorgt hat? 

Seltsam, ich mich auch nicht.

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