racing is not a mechanical exercise - it is not a sport - it is a religion

erstellt am: 15.08.2016 um 14:33

Romano Fenati, das Bauernopfer von Rossi und Uccio. Wenn Rossi schon international in der Rennsportpresse als der „untouchable“ gilt, so wird er in seiner Heimat wohl nicht herum kommen dieses Thema näher zu behandeln. Anstatt seinem „eigenartigen Busenfreund“ Uccio um jeden Preis den Rücken zu decken, sollte er darüber nachdenken, ob ihm dabei nicht die menschliche Komponente abhanden gekommen ist.

Derzeit erschüttert der Rausschmiss von Romano Fenanti aus Rossis Moto3 Team die Rennsportszene. Die Information auf dem Red Bull Ring, dass Fenati für das Rennen gesperrt sei, weil er gegen die teaminternen Verhaltensregeln verstoßen haben soll, kam für die Fans wie aus heiterem Himmel, für Insider aus dem Umfeld des Teams offensichtlich weniger.

Die verbale Salamitaktik des Teams zeigte sich erst am Rennsonntag, als am Abend Rossi selbst mitteilte, dass Fenati auch in Brünn nicht am Start sein wird und wohl das Team verlassen werde. Im Vorfeld gab es aber ein ausführliches Interview mit Sky VR46 Teamchef Pablo Nieto, der sich zwar ausführlich äußerte, aber in Wirklichkeit nichts zu den Vorfällen sagte, die angeblich dazu geführt haben sollen, dass Fenati teamintern die rote Karte bekommen hatte. In gewohnter Abschreibmanier der ergebenen, gehorsamen Rennsportpresse, war auf allen „namhaften“ Plattformen genau das zu erfahren, was Rossi, sprich dem Team, in den Kram passte. Bei genauerem Hinsehen ist Fenati wohl das Bauernopfer einer geänderten Teamstrategie.

Beginnen wir aber von vorne um die Umstände, die dazu führten leichter zu erkennen. Als das Sky VR46 Team ins Leben gerufen wurde, war für Fenati die Welt noch in Ordnung, auch teamintern herrschte mit Vittoriano Guareschi ein anderes Klima. Nach Unstimmigkeiten verließ Guareschi im September 2014 das Team und Rossis „Busenfreund“ seit Kindesbeinen, Uccio (Alessio Salucci), übernahm das Teammanagement bei Sky VR46. Damals stellte sich schon die Frage, mit welcher Qualifikation er diese Position verdient hatte. Ab diesem Zeitpunkt dürfte sich das Klima teamintern zunehmend vergiftet haben, nicht zuletzt durch Uccios Intrigen.

Doch zurück zum aktuellen Geschehen: Im Team wurde lt. italienischen Medien bereits seit Jahresbeginn versucht Fenati aus dem Team zu drängen. Das Sky Team wartete bloß auf einen Vorwand, um Fenati aus dem Team zu schmeißen und es dabei als eine gerechte Sache aussehen zu lassen. Am Samstag am Red Bull Ring kam es neuerlich zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Uccio und Fenati, die allerdings heftiger ausgefallen sein dürften als gewöhnlich. Daraufhin soll Uccio zu Rossi gelaufen sein, worauf anschließend die Pressemitteilung verfasst wurde. Diese Aussage stammt von Anwesenden, die vor Ort waren, wie in der Corsedimoto.com berichtet wird.

In Tavullia, dem Stammsitz des Sky VR46 Teams machen die Informationen schon seit geraumer Zeit die Runde, dass Fenati bereits zu Beginn 2016 das Team hätte verlassen sollen und auch der Fahrer für das kommende Moto2 Team nicht Fenati sein sollte, sondern Pecco Bagnaia. Das Umfeld aus Tavullia behauptet auch, dass der Race Spirit im VR46 Team einfach nicht mehr vorhanden ist. Sie stellen sich nur mehr die Frage, wer das nächste Opfer nach Fenati sein wird. Soweit zu den Fakten und Gerüchten, die in Italien die Runde machen und leider perfekt in das Bild passen und die verbale Verschleierungstaktik von Rossi und seinem Team erklären. Im Allgemeinen sind solche Sauereien in diversen Teams nichts Neues, da macht das Rossi Team leider keine Ausnahme.

Betrachtet man die Geschehnisse seit Fenati ins Team kam chronologisch, wird das seelische Magengeschwür und die Rolle Rossis immer unangenehmer. Schon 2014 als Fenati ins Team aufgenommen wurde, ist er bereits massiv von Honda umworben worden, trotzdem hatte er sich für Rossis Team entschieden. Natürlich ist der Faden zwischen Honda und Fenati nie wirklich abgerissen, bloß wurde er von Rossi und seinen Gefolgsleuten so lange in der Moto3 geparkt, beziehungsweise verheizt, bis auch Honda nicht mehr das 100-prozentige, ungebrochene Interesse an ihm zeigte.

Fenati gilt als ausgesprochenes Talent, das leider aufgrund seiner Statur in der Moto3 nichts mehr verloren hat. Romano Fenati wartete und wartete und wartete, solange bis er mit einem Fußtritt von Uccio und Rossi aus dem Team befördert wurde. Während sich Rossi so gerne als der Saubermann darstellt, so konträr ist sein Verhalten in anderen Belangen. Rossi, der genau weiß, was ein Fahrer mitmacht, wenn er hintergangen und letztendlich fallen gelassen wird, macht das Gleiche bei seinem Schützling. Nicht genug, dass er Fenati aus dem Team kegelt, er verbaut ihm mit dieser Verleumdungstaktik auch noch einen Teil seiner Zukunft.

Natürlich könnte man es freundlicher sehen und behaupten, dass Rossi eben ein knallharter Geschäftsmann sei, man könnte aber auch sagen, dass er in diesem Fall, Fenati betreffend, eine menschliche Ratte ist. Wenn Fenati schon teamintern nicht mehr erwünscht ist, hätte sicher die Möglichkeit bestanden das anders zu regeln. Dies war von Rossi offensichtlich nicht gewollt, da er sonst im medialen Bereich Erklärungsbedarf gehabt hätte. Wahrscheinlich wird ihm das jetzt auch nicht erspart bleiben, sollten die Informationen aus Italien die Runde machen. Wenn Rossi schon international in der Rennsportpresse als der „untouchable“ gilt, so wird er in seiner Heimat wohl nicht herum kommen dieses Thema näher zu behandeln. Anstatt seinem „eigenartigen Busenfreund“ Uccio um jeden Preis den Rücken zu decken, sollte er darüber nachdenken, ob ihm dabei nicht die menschliche Komponente abhanden gekommen ist.

Links zum Thema:

http://www.corsedimoto.com/il-caso/ecco-perche-romano-fenati-e-stato-cacciato-e-non-correra-a-brno/

http://www.crash.net/motogp/news/232788/1/sky-vr46-we-have-rules-romano-didnt-follow-them.html

http://www.gpone.com/it/2016081429994/moto3/fenati-salta-il-test-con-ongetta-destinazione-ajo.html?refresh_ce

http://www.motorsport.com/moto3/news/rossi-admits-we-had-to-give-up-on-fenati-807226/

 

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